Friedrich W. Siebeke, langjähriger Syndikus des BDG ist am 6. August 2013 im Alter von 90 Jahren gestorben. Er hat den Verband über Jahrzehnte nicht nur juristisch begleitet, er hat ihn – und damit das gesamte Berufsbild – mit geprägt.

Es waren unruhige Zeiten, als Friedrich W. Siebeke 1974 zum Syndikus des BDG wurde. Das Kartellamt hatte kurz zuvor dem BDG aus wettbewerbsrechtlichen Gründen untersagt, seine Honorarrichtlinien weiterhin herauszugeben. Erst 1988 konnte der Verband wieder – insbesondere dank seines fachkundigen und beharrlichen Engagements – Honorarempfehlungen aussprechen. In der Zwischenzeit hatte er gemeinsam mit Verantwortlichen aus den Reihen des BDG Strukturen erarbeitet, die den Abschluss eines Tarifvertrages für Designer ermöglichten. Diese Strukturen führten dann letztlich zur Gründung der AGD Allianz Deutscher Designer.

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Daniela Kühne und die Autorin dieses Artikels, Aurélie Nassal (rechts), kurz vor Abflug der Wirtschaftsdelegation nach Tel Aviv

Der BDG schrieb seinen Mitgliedern Mitte Mai: „das Bundesministerium für Wirtschaft reist im Juni nach Israel und sucht Kreative, die als Delegation mitreisen wollen.“ Das klang spannend – ich bewarb mich.

Designer sind ja bekanntlich visuelle Menschen – und so wurde mir eigentlich erst auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin Tegel mit der Übergabe meiner Namensschilder bewußt, auf welches Abenteuer ich mich eingelassen hatte: als Teil der Deutschen Wirtschaftsdelegation betrete ich die Maschine der Flugbereitschaft German Air Force und werde mit ca. 70 weiteren Teilnehmern in Tel Aviv landen. 

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Kommunikationsdesignerin Dorothea Schwabe, Wuppertal

Hallo Dorothea, du bist erst seit kurzem Mitglied im BDG und hast dich sofort engagiert. Was treibt dich an?

 Ich war schon immer am BDG interessiert und habe mich spontan in diesem Jahr angemeldet. Grund dafür war, dass in den letzten Jahren beruflich bei mir viel passiert ist sowie einige Begegnungen mit Kunden, für die Themen wie Urheberrecht, Nutzungsrechte und deren Entgelte ein unbekanntes Niemandsland bis heißes Eisen sind. Mir ist aufgefallen, dass nicht nur ich, sondern viele Designer, die ich kenne, kaum einen Überblick darüber haben, wie sie ihr Honorar gemäß Ihrer Leistung berechnen können. Der BDG brachte mit seinen Beiträgen Licht ins Dunkle.

Das hat mich überzeugt. Aus Neugier und natürlich um mehr zu erfahren, bin ich dann zur diesjährigen Vorstandssitzung nach Braunschweig gefahren. Das ich mich sofort engagiert habe, war das gute Gefühl, dass mir die Mitglieder dort vermittelt haben. Hier war viel gute Energie im Raum und eine positive Aussicht in die Zukunft. Das hat mich spontan bewogen Ideen, die ich habe, mit einem Amt zu verknüpfen und so meinen Beitrag für etwas zu leisten, von dem viele profitieren können.

Wobei kann sich da ein Berufsverband nützlich machen?

Ein Berufsverband ist für mich so etwas wie ein Baum mit dicken Wurzeln, die tief in die Erde gehen. Ich kann sicher sein, dass ich mich anlehnen und auch die Früchte ernten kann. Er hat so viel Spannweite, dass viele (Designer) von ihm als Netzwerk profitieren können... dazu müssen diese ihn allerdings auch pflegen.

Ist Deutschland für dich ein Design-Standort?

Auf jeden Fall.

Womit beschäftigst Du Dich als Designerin und was ist Dir bei Deiner Arbeit wichtig?

Ich arbeite als Art-Direktorin in einem Netzwerk. Meine Hauptbereiche sind die Konzeption von Printmedien, Image-Kampagnen und Eventmedien. Meine Stärke liegt eindeutig im konzeptionellen Bereich, weil ich mich hier in meiner Kreativität am freisten fühle. Es ist immer ein sehr spannender Moment, wenn Ideen anfangen zu fließen und dann langsam ihren Weg finden. Wichtig ist mir dabei, dass es in dieser Phase der ersten Ideen möglichst wenig Einschränkungen gibt. Wichtig ist mir immer, dem Kunden das Gefühl zu vermitteln, dass er involviert ist und es eigentlich seine Idee ist. Das hört sich profan an, ist aber eigentlich ganz einfach. Das macht einfach glücklich, wenn einem bei der Präsentation ein Kunde mit glänzenden Augen gegenüber sitzt.

Was können Kommunikationsdesigner, was andere nicht können?

Kommunikationsdesigner haben die Fähigkeit quer und um die Ecke zu denken – so realisieren sie die Projekte, über die andere erst den Kopf schütteln und nachher kräftig mit den Händen klatschen.

Herzlichen Dank und viel Erfolg für deine Arbeit beim BDG und als Designerin.


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Inspirierend, lebendig, intensiv – das sind ungewöhnliche Attribute für eine Verbandstagung. Doch die BDG-Hauptversammlung mit anschließender öffentlicher Präsidiumssitzung war genau das. Vielleicht lag es an der weitläufigen Aula der Hochschule für bildende Künste Braunschweig, in der die Versammlungen stattfanden. Sie bot in jeder Hinsicht ausreichend Raum für einen Gedankenaustausch unter Kollegen und Kolleginnen, die konzentriert über die Interessen des eigenen Berufsstandes nachdachten und Entscheidungen über Zukunft und Aufgaben des BDG zu fällen hatten.

Die Wichtigste: Der BDG hat einen neuen Präsidenten. Der Informationsgestalter Christian Büning wurde am 19. November einstimmig vom Präsidium in das Amt gewählt. Der 33-jährige wohnt und arbeitet mit einem eigenen Büro in Münster und ist zusätzlich als Dozent an der FH Münster tätig. Er löst Henning Krause ab, der nach fünfjähriger Tätigkeit an der Spitze des Verbandes sein Amt zur Verfügung gestellt hatte.

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Die Preisträger des BDG: Erik Spiekermann, Boris Kochan, Andreas Henkel und Andreas Uebele (Foto: Jim Rakete) v.l.n.r.

Gleich vier BDG-Mitglieder freuen sich über die Ehrung mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011: Professor Andreas Uebele erhält mit seinem büro uebele visuelle kommunikation einen Designpreis in Silber für das neue Erscheinungsbild des Deutschen Bundestags. Ebenfalls mit einem Designpreis in Silber wird Andreas Henkel mit seinem PROJEKTBUERO .HENKELHIEDL für die Gestaltung der eigenen Homepage geehrt. Einen weiteren Designpreis in Silber kann das Team von Boris Kochan für seine Agentur KOCHAN & PARTNER verzeichnen, die für den Studiosus-Jahresbericht 2008 ausgezeichnet wird. Und nicht zuletzt erhält Professor Dr. h.c. Erik Spiekermann den Designpreis Persönlichkeit für sein Lebenswerk. 

Wir gratulieren den Kollegen herzlich und hoffen, dass sich ihre Investitionen auszahlen. Eine Liste aller Preisträger gibt es hier.

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Berlin, 26. November 2009 | Das Berufsbild des Designers hat sich in den vergangenen Jahren massiv geändert: Selbstverständlich werden Medien aller Art konzipiert und gestaltet, aber auch Unternehmensberatung ist für viele Kollegen und Kolleginnen zu einem festen Bestandteil ihres beruflichen Alltags geworden.

Der BDG als Verband der Kommunikationsdesigner hat sich entschlossen, diese Entwicklung mit einer Namensänderung zu begleiten. Die Mitglieder haben sich daher auf der diesjährigen Hauptversammlung einstimmig dafür entschieden, den Verband in »BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V.« umzubenennen.

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Wir sind traurig und halten inne. Am 16. Januar verstarb nach schwerer Krankheit unser Kollege, Präsidiumsmitglied und ehemaliger Vizepräsident Steffen Schauberger. Wir haben in ihm einen Kollegen verloren, der engagiert und voller Lebenskraft die Interessen unseres Berufsstandes vertreten hat.

Jahrelang hat Steffen Schauberger ehrenamtlich für den BDG gearbeitet, wie auch für das Forum Typografie und die iDD, deren stellvertretender Vorsitzender er zum Zeitpunkt seines Todes war. Kämpferisch und aufrichtig wie kaum ein anderer hat er den Verband durch seine Geschichte hindurch begleitet und den BDG gestaltet. Entschieden vertrat er seine Überzeugungen und blieb sich immer treu. Zugleich war Steffen Schauberger ein warmherziger und humorvoller Kollege, immer offen für ein teilnehmendes Wort.

Wir vermissen ihn und wünschen seiner Familie und seinen Freunden viel Kraft, um mit diesem Verlust zu leben.

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