Ausschreibung »Redesign des Hochschulauftritts« der FH Trier bei 12designer.

Die Hochschulleitung der FH Trier sucht über die Crowdsourcing-Plattform 12designer ein neues Webdesign für den Auftritt der gesamten FH. Sie haben für diese konzeptionelle Arbeit ein Honorar von 600 € ausgeschrieben und hoffen auf viele Entwürfe. Obwohl Design als Studienfach in Trier angeboten wird, scheint niemand in der Hochschulleitung zu wissen, dass gutes Design immer das Ergebnis von einem Prozess ist und kein Serviervorschlag. 

Die Hochschulleitung reagierte auf Nachfragen mit einem Achselzucken. »Es geht ja nur um Ideen«, so FH-Vizepräsident Axel Kihm, nachzulesen bei volksfreund.de.

Das Projekt wurde von den Betreibern der Plattform 12designer geprüft und gestern freigeschaltet. Es ist nicht nachvollziehbar, wie eine FH einen Studiengang Design anbieten kann und gleichzeitig den Designern und Professoren dort nicht zutraut, Teil der Lösung zu sein.

Den Stein der Kritik brachte Achim Schaffrinna in seinem Blog designtagebuch.de ins Rollen, wo er auch seinen offenen Brief an die Hochschulleitung der FH Trier veröffentlicht hat.

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Hans-Jürgen Hampel, Urheber des »Ponto Auges«, in seinem Münchener Atelier

»Donnerwetter, es geht ja weiter«, das war die erste Reaktion von Hans-Jürgen Hampel, dem Gestalter des Signets der Dresdner Bank, als er im Oktober 2009 in der Zeitung zum ersten Mal das neue Logo der Commerzbank entdeckte. Es war die spontane Freude eines Designers darüber, dass sein Entwurf, sein Logo nicht gänzlich verschwinden wird. Nach der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank im Jahr 2008 drohte das markante Ponto-Auge schließlich überflüssig zu werden. Und nun lebte es doch – in drei Dimensionen, leicht modifiziert in Commerzbank-Gelb fort.

Es war nur ärgerlich – und das war die zweite Reaktion von Hans-Jürgen Hampel – dass niemand mit ihm als dem Urheber der Bildmarke über die Modifikationen zuvor gesprochen hatte. Nach mehr als zwei Jahren überwiegt bei Hans-Jürgen Hampel deutlich der Ärger über das unverfrorene Verhalten eines der größten deutschen Bankinstitute. Die Bank stritt zunächst seine Urheberschaft ab, dann bot sie dem Designer 5.000 Euro, um »die Lästigkeit eines solchen Verfahrens abzugelten« und schließlich erklärte sie, dass die Ähnlichkeit rein zufällig sei. Inzwischen hat der Münchner Designer gegen die Commerzbank Klage auf Urheberrechtsverletzung erhoben. Am 16. Februar diesen Jahres trafen sich die beiden Parteien vor dem Hamburger Landgericht.

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Einen »Logowettbewerb« der Freien Wähler Bayern hat die Süddeutsche Zeitung zum Anlass genommen, den BDG um eine Einschätzung der Bedingungen zu bitten. Der Redakteur Olaf Przybilla ging damit dem Hinweis eines Bayreuther Designers nach, dem die Bedingungen mehr als nur »spanisch« vorkamen.

Da die Freien Wähler unmittelbar nach dem Artikel der SZ (»Offensive Pauli«) sämtliche Texte von ihrer Internetseite gelöscht haben, hier eine kurze Zusammenfassung der »Idee« und der »Bedingungen«.

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»Mit einer Idee fängt alles an.« Oh ja! Gruner + Jahr hatte eine Idee – eine Idee, wie das Verlagshaus sich kostengünstig einen ganzen Pool an neuen Medienideen erschließen kann. Die Idee von Gruner + Jahr heißt: »Grüne Wiese 2009 – G+J Deutschland sucht die Medienidee des Jahres« www.gruenewiese2009.de

Gesucht werden Konzepte: für neue Magazine, Online-Formate und alle anderen Medienkanäle. G+J stellt in Aussicht, das siegreiche Konzept weiterzuentwickeln und gegebenenfalls an den Markt zu bringen. Was hier alles anfangen kann, für die Teilnehmer und für Gruner + Jahr ...

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Der Ende 2006 gegründete Verein Fidius Faire Designwettbewerbe e.V. verfolgt das Ziel, mehr Fairness in die Wettbewerbsbedingungen von Designwettbewerben zu bringen. Erreicht werden soll dies durch eine jährliche Verleihung von Negativ- und Positivpreisen für die Veranstalter von fairen oder eben unfairen Wettbewerben.

Zu den Gründungsmitgliedern, in der Mehrzahl Designer und Rechtsanwälte, zählt auch der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Maaßen, dessen Tätigkeitsschwerpunkt in designrelevanten Rechtsgebieten liegt und der sich als Autor von zahlreichen Standardwerken zur Berufspraxis von Designern einen Namen gemacht hat. Dr. Maaßen war zudem viele Jahre Geschäftsführer des BDG.

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In einer am 17.08.2007 veröffentlichten Pressemitteilung warnte der BDG vor der Teilnahme am laufenden Mister-Wong- Logowettbewerb, da die Wettbewerbsbedingungen eine ungewöhnliche wie unangemessene Risikoabwälzung auf den Teilnehmer enthielt, dessen Werk zur Nutzung kommt.

Die Verantwortlichen bei Mister Wong reagierten schnell und entfernten diese Risikoabwälzung aus der am 20.08.2007 aktualisierten Fassung der Wettbewerbsbedingungen.

Hierzu schreibt Christian Clawien, PR-Manager von Mister Wong, dem BDG »Wir haben unseren Anwalt die AGBs nochmal durchchecken lassen und den von Ihrem Verband kritisierten Teil des Absatzes 7 ersatzlos gestrichen.« Weiter erklärt er »wir wollen absolut niemanden verunsichern ...« und »worum es uns geht, ist einen schönen Crowdsourcing-Contest zu veranstalten und damit ein neues Logo zu finden.«

Das hohe materielle Risiko, das für die Teilnehmer aus den alten Bedingungen resultierte, ist also nun vom Tisch – und das ist auch gut so.

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Aufklärung ist dringend notwendig – so heisst es in der Ausschreibung des Communication Design Award 2007 der Deutschen Hochdruckliga. Gemeint sind die gesundheitlichen Gefahren, die mit einem zu hohen Blutdruck verbunden sind. www.hochdruckliga.de/fotowettb.pdf

Aufklärung ist allerdings auch nötig, was die Ausschreibung dieses Wettbewerbs anbelangt, der sich gleichermaßen an Kommunikationsprofis wie Amateurfotografen wendet. Der Sachverständige des BDG Bund Deutscher Grafik-Designer hat die Ausschreibung im einzelnen geprüft. Sein Fazit: die Teilnahmebedingungen sind in wesentlichen Punkten nicht akzeptabel.

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