Ein Geschenk der BDG-Designerinnen und -Designer an die Branche: Der Stundensatz-Kalkulator unter www.bdg-kalkulator.de

Stundensätze fallen nicht vom Himmel. Sie sind Ergebnis einer kaufmännischen Kalkulation. Aber viele Designerinnen und Designer sind unsicher, wenn es um die Höhe des eigenen Stundensatzes geht. Das zeigen auch unsere periodischen Honorar- und Gehaltsumfragen. Der BDG-Stundensatz-Kalkulator ist ein Instrument, um kaufmännisch tragfähige Honorare zu ermitteln, die den individuellen Lebens- und Arbeitsumständen von Designern entsprechen.

Viele Designerinnen und Designer klagen in den BDG Umfragen über die fehlende oder mangelhafte kaufmännische Ausbildung an ihren Hochschulen. Selbst ökonomische Grundbegriffe werden danach nur unzureichend vermittelt, obwohl sich ein Großteil der Absolventen nach dem Studium selbständig macht und entsprechende Kenntnisse unabdingbar sind. Der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V. hilft, diese Lücken in der Ausbildung zu schließen und unterstützt junge Kolleginnen und Kollegen beim Berufsstart. Unter anderem hat der Verband daher im vergangenen Jahr die BDG-Gründerfibel veröffentlicht, in der es auch um die Kalkulation von Stundenhonoraren geht.

Der BDG Stundensatz-Kalkulator ist die ergänzende Rechenmaschine für das dort vorgestellte Modell der logischen Kalkulation. Die Idee dieses Modells ist es, anhand von vier Werten – der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit und der individuellen Kosten sowie unternehmerischer Entscheidungen über das Ausfallrisiko und die Gewinnerwartung – das Stundenhonorar zu berechnen, das zur Sicherung des Lebensunterhalts notwendig ist. Sollte das tatsächliche Stundenhonorar von den Ergebnissen des Kalkulators abweichen, wird sichtbar, welche Risiken nicht abgedeckt sind und welcher Lebensstandard genau realisierbar ist, falls zu niedrig kalkuliert wird. 

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Plakat 100 × 70 cm, erhältlich beim BDG

»Ich weiß, was ich sagen will« – denkt sich so mancher Auftraggeber. Aber welche Vorteile hat die gewünschte Aussage, welche davon sollen betont werden? Für jeden Designer, jede Designerin gehört es zum alltäglichen Geschäft zu erklären, was geklärt werden muss, bevor das erste Layout beginnen kann. Das Plakat »Geplant kommunizieren« ist eine kleine Erinnerungshilfe, damit bei diesem Prozess keine Frage unter den Tisch fällt. Zugleich zeigen die verschlungenen Wege des Entscheidungsbaumes Auftraggebern – zumindest wenn das Plakat gut sichtbar im Besprechungsraum platziert ist – was zu einem gelungenen Designprozess hinzugehört.

»Wir haben das Plakat erstellt, weil Designer immer wieder gefragt werden, ob sie mal eben einen Entwurf machen können – ohne ein konkretes Briefing zu bekommen. Das ist bedauerlich, denn das ist reine Dekoration. Design funktioniert anders, nämlich indem es funktioniert, nicht nur dekoriert.« sagt BDG-Präsident Christian Büning, der das Plakat konzipiert und gestaltet hat.

Das 100 × 70 cm große Plakat stellt anhand eines Entscheidungsbaumes die wichtigsten Fragen, die im Zuge einer gelungenen Kommunikationsmaßnahme geklärt sein müssen. Es ist als praktische Erinnerungshilfe in der Briefingphase gedacht. Bestens platziert im Besprechungsräumen oder an anderen Orten der Kommunikation wird es bald seinen Namen alle Ehre machen: geplant kommunizieren!

Das Plakat kostet 15,00 Euro, zzgl. 6,90 Euro Versandgebühr. BDG-Designer und Designerinnen zahlen 13,00 Euro zzgl. Versandgebühr. Das Plakat kann per Mail in der Geschäftsstelle des BDG unter info@bdg-designer.de bestellt werden.

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Die 92-seitige Dokumentation kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen oder aber gegen eine Schutzgebühr in Höhe von 10,– € als Druckexemplar bestellt werden.

Porsche oder Pedale, Party oder Pleite, Platin oder Plastik? Irgendwo dazwischen leben die Designer. Reichtümer häufen die wenigsten an. Immerhin knapp zwei Drittel der Teilnehmer an der BDG-Umfrage zu Honoraren und Gehältern im Kommunikationsdesign kommt mit ihrem Einkommen zurecht. Der alarmierende Rest – und das ist gut ein Drittel – gibt an, nur schlecht oder gar nicht von ihrem Einkommen leben zu können. So erklärt jeder siebte unter den selbständigen Designern, ein jährliches Einkommen von weniger als 10.000 Euro zu erzielen.

Seit Jahren schon wachsen die Umsätze in der Kreativwirtschaft. Die Designwirtschaft erzielt einen beeindruckenden Umsatz von jährlich 19 Mrd. Euro. Und doch kann die Branche offenbar nur einen Teil ihrer Mitglieder ausreichend ernähren. Entsprechend groß ist die Unsicherheit selbst unter Designern, die mit ihren Gehältern und Honoraren zurechtkommen. Nur einer von sieben selbständigen Designern sieht einer Familiengründung gelassen entgegen, unter den angestellten Designern ist es sogar nur einer von zwanzig. Mehr als ein Drittel kann sich aus finanziellen Gründen gar nicht vorstellen, eine Familie zu gründen. Jeder fünfte Teilnehmer gibt zudem an, kein Geld für Weiterbildungsmaßnahmen zu haben.

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Präsentation der Ergebnisse der Umfrage unter Kommunikationsdesignern

17.5.2013, 11:00 Uhr
TYPO Berlin 2013, Stage
Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Designer leben irgendwo zwischen Porsche und Pedale, Party und Pleite. Wo genau hat der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner in seiner zweiten Umfrage zu Lebensumständen von Kommunikationsdesignern herausgefunden. 

Wir stellen den aktuellen Honorar- und Gehaltsreport im Rahmen der größten europäischen Designkonferenz TYPO Berlin 2013 erstmals der Öffentlichkeit vor und laden Sie herzlich dazu ein. Der Zutritt zur Präsentation ist kostenfrei. Alle Informationen finden Sie auf der Website der TYPO Berlin 2013.

Am 21.5.2013 präsentieren wir die Ergebnisse dann hier auf unserer Webseite.

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»Signaletik« von Beate Kling und Torsten Krüger, Edition Detail, 2012, ISBN 9783920034713

Neue Disziplinen brauchen immer eine Weile, bis sie als eigenständig wahrgenommen werden. Designer haben mittlerweile fast 100 Jahre Geduld darin gezeigt. Führte die Disziplin Signaletik bisher ein Leben als Binnendisziplin des Kommunikationsdesigns, tritt diese in den letzten Jahren deutlich selbstständiger in Erscheinung. Das Buch »Signaletik« von Beate Kling und Torsten Krüger bietet einen Überblick über 30 sehenswerte realisierte Projekte. Darüber hinaus zeigt es in einführenden Essays, die sich an Architekten, Kommunikationsdesigner und Planungsbüros wenden, wie Signaletik intelligent in Projekte eingebunden werden kann.

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Wer Zeitschriften von hinten nach vorne liest, kommt bei GRID ebenso auf seine Kosten wie weniger rebellisch veranlagte Leser. Es ist ein Magazin, in dem man genüsslich hin und her blättern kann und immer wieder an dem einen oder anderen Artikel hängen bleibt. GRID ist durchgehend zweisprachig und nicht nur haptisch angenehm, sondern auch visuell ein guter Freund für den Sonntagnachmittag im Lesesessel. Das Basis-Layout hat der mehrfach ausgezeichnete Editorial Designer Mario Lombardo entwickelt.

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Prekariat oder Porschefahrer? Beides sind gängige Klischees über Kommunikationsdesigner. Glanz und Elend liegen dicht beieinander. Das Problem ist: Seriöse Zahlen, die ein realistisches Bild von den Lebensumständen der Kommunikationsdesigner zeichnen, gibt es kaum. Änderungen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene sind aber nur auf der Basis seriöser Zahlen zu erzielen.

Der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner will es erneut wissen. Nach dem großen Gehaltsreport 2010 startet der Verband eine neue Umfrage. Dieses Mal sind nicht nur die angestellten Kollegen und Kolleginnen gefragt. Dieses Mal wollen wir auch von den selbständigen Kommunikationsdesignern und -designerinnen wissen, wie sie arbeiten und wie sie leben.  Wie viel Geld bekommen sie und wie kommen sie damit zurecht? Reicht es für eine Familienplanung? Werden Überstunden angerechnet? Stehen Gehalt und Einkommen in einem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit?

Teilnehmen können alle angestellten oder selbstständigen Designer und Designerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Beantwortung der Multiple-Choice-Fragen beansprucht rund 10 Minuten. Die Teilnahme ist anonym und die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben. Die Umfragesoftware speichert lediglich temporär die IP-Adressen der Teilnehmer, um Doppelantworten zu verhindern.

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden wir Anfang 2013 präsentieren. Die mit dieser Umfrage gewonnenen Zahlen leisten einen wichtigen Baustein zur Diskussion über die Situation der Kreativwirtschaft und helfen uns dabei, die Interessen der Kommunikationsdesigner besser gegenüber der Politik zu vertreten.

Die Umfrage ist vom 8. Oktober bis 16. November* 30. November 2012 online. Wir hoffen auf rege Teilnahme und sind gespannt auf die Ergebnisse.

Hier geht’s zur Umfrage: www.bdg-report.de

* Nachtrag vom 28. Oktober 2012:
Wir freuen uns, dass designaustria, Interessenvertretung und Wissenszentrum für Design in Österreich, diesen Report ebenfalls unterstützt. Um den österreichischen Kolleginnen und Kollegen genügend Zeit zur Teilnahme bieten zu können, halten wir die Online-Umfrage zwei Wochen länger, also bis zum 30.11.2012, offen.

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