
»Einstiegsgehälter sind sehr niedrig« stellt die Studie unumwunden fest. Das durchschnittliche jährliche Brutto-Anfangsgehalt für Absolventen von Gestaltungshochschulen beträgt 25.580,00 Euro. In Anbetracht des durchschnittlichen Anfangsgehalts in Höhe von 35.040,00 Euro für Hochschulabsolventen im Bereich »Medien« ist dies eine überaus ernüchternde Erkenntnis. Absolventen von Gestaltungshochschulen rangieren damit im unteren Bereich der allgemeinen Gehaltsskala – genau genommen 27 Prozent unter dem Durchschnitt der Hochschulabsolventen im Bereich »Medien«.
Dreiviertel der befragten Designbüros und Agenturen bieten in diesem Jahr Praktika an, deren durchschnittliche Vergütung nur 13 Prozent unter dem allgemeinen Durchschnittswert liegt – und in der Studie somit als »relativ gut bezahlt« bewertet wird.
Deutlich weniger erfreulich ist die Situation bei der »richtig« bezahlten Arbeit: lediglich ein gutes Drittel der befragten Unternehmen bietet Absolventen in diesem Jahr Festanstellungen oder auch nur die freie Mitarbeit an.
Das eh schon geringe durchschnittliche Einstiegsgehalt von 2.131,00 € brutto schrumpft gefühlt auf Erdnussgröße, wenn man der Studie außerdem die ungeniert hohen Erwartungen der Arbeitgeber entnimmt: Neben der obligaten Kreativität und »hervorragenden Mappe« werden »Praxiserfahrung, Persönlichkeit, Offenheit, Kommunikationsfähigkeit, soziale Kompetenz, Engagement, Lernbereitschaft, Begeisterungsfähigkeit, Zeit- und Projektmanagement, Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Handwerk, konzeptionelles Denken sowie interdisziplinäres und ganzheitliches Denken« als besonders wichtige »Zusatzqualifikationen« benannt.
Ob damit die bisher üblichen beruflichen Auslandsaufenthalte, fundierte Kenntnisse von mehreren Fremdsprachen, allen Betriebssystemen sowie sämtlichen Office-, Design- und Multimedia-Softwares im Anforderungskatalog der Arbeitgeber abgelöst sind – oder einfach nur wie »Flexibilität« und »Belastbarkeit« keiner Erwähnung mehr bedürfen – lässt die Studie offen.
Die kompletten Ergebnisse der Studie gibt es als PDF auf der Website des corporate identity institut und eine Diskussion hierüber im fontblog.
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