Kommunikationsdesignerin Dorothea Schwabe, Wuppertal

Hallo Dorothea, du bist erst seit kurzem Mitglied im BDG und hast dich sofort engagiert. Was treibt dich an?

 Ich war schon immer am BDG interessiert und habe mich spontan in diesem Jahr angemeldet. Grund dafür war, dass in den letzten Jahren beruflich bei mir viel passiert ist sowie einige Begegnungen mit Kunden, für die Themen wie Urheberrecht, Nutzungsrechte und deren Entgelte ein unbekanntes Niemandsland bis heißes Eisen sind. Mir ist aufgefallen, dass nicht nur ich, sondern viele Designer, die ich kenne, kaum einen Überblick darüber haben, wie sie ihr Honorar gemäß Ihrer Leistung berechnen können. Der BDG brachte mit seinen Beiträgen Licht ins Dunkle.

Das hat mich überzeugt. Aus Neugier und natürlich um mehr zu erfahren, bin ich dann zur diesjährigen Vorstandssitzung nach Braunschweig gefahren. Das ich mich sofort engagiert habe, war das gute Gefühl, dass mir die Mitglieder dort vermittelt haben. Hier war viel gute Energie im Raum und eine positive Aussicht in die Zukunft. Das hat mich spontan bewogen Ideen, die ich habe, mit einem Amt zu verknüpfen und so meinen Beitrag für etwas zu leisten, von dem viele profitieren können.

Wobei kann sich da ein Berufsverband nützlich machen?

Ein Berufsverband ist für mich so etwas wie ein Baum mit dicken Wurzeln, die tief in die Erde gehen. Ich kann sicher sein, dass ich mich anlehnen und auch die Früchte ernten kann. Er hat so viel Spannweite, dass viele (Designer) von ihm als Netzwerk profitieren können... dazu müssen diese ihn allerdings auch pflegen.

Ist Deutschland für dich ein Design-Standort?

Auf jeden Fall.

Womit beschäftigst Du Dich als Designerin und was ist Dir bei Deiner Arbeit wichtig?

Ich arbeite als Art-Direktorin in einem Netzwerk. Meine Hauptbereiche sind die Konzeption von Printmedien, Image-Kampagnen und Eventmedien. Meine Stärke liegt eindeutig im konzeptionellen Bereich, weil ich mich hier in meiner Kreativität am freisten fühle. Es ist immer ein sehr spannender Moment, wenn Ideen anfangen zu fließen und dann langsam ihren Weg finden. Wichtig ist mir dabei, dass es in dieser Phase der ersten Ideen möglichst wenig Einschränkungen gibt. Wichtig ist mir immer, dem Kunden das Gefühl zu vermitteln, dass er involviert ist und es eigentlich seine Idee ist. Das hört sich profan an, ist aber eigentlich ganz einfach. Das macht einfach glücklich, wenn einem bei der Präsentation ein Kunde mit glänzenden Augen gegenüber sitzt.

Was können Kommunikationsdesigner, was andere nicht können?

Kommunikationsdesigner haben die Fähigkeit quer und um die Ecke zu denken – so realisieren sie die Projekte, über die andere erst den Kopf schütteln und nachher kräftig mit den Händen klatschen.

Herzlichen Dank und viel Erfolg für deine Arbeit beim BDG und als Designerin.


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Inspirierend, lebendig, intensiv – das sind ungewöhnliche Attribute für eine Verbandstagung. Doch die BDG-Hauptversammlung mit anschließender öffentlicher Präsidiumssitzung war genau das. Vielleicht lag es an der weitläufigen Aula der Hochschule für bildende Künste Braunschweig, in der die Versammlungen stattfanden. Sie bot in jeder Hinsicht ausreichend Raum für einen Gedankenaustausch unter Kollegen und Kolleginnen, die konzentriert über die Interessen des eigenen Berufsstandes nachdachten und Entscheidungen über Zukunft und Aufgaben des BDG zu fällen hatten.

Die Wichtigste: Der BDG hat einen neuen Präsidenten. Der Informationsgestalter Christian Büning wurde am 19. November einstimmig vom Präsidium in das Amt gewählt. Der 33-jährige wohnt und arbeitet mit einem eigenen Büro in Münster und ist zusätzlich als Dozent an der FH Münster tätig. Er löst Henning Krause ab, der nach fünfjähriger Tätigkeit an der Spitze des Verbandes sein Amt zur Verfügung gestellt hatte.

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Nachhaltiges Kommunikationsdesign – mehr als Ideenrecycling

Ein Workshop mit Konzepten für intelligentes und zeitgemäßes Kommunikationsdesign

12. Mai 2011, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr

Fuenfwerken
Paul-Lincke-Ufer 42, 10999 Berlin

9. Juni 2011, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Studio A, Design Center Stuttgart, Haus der Wirtschaft
Willi-Bleicher Straße 19, 70174 Stuttgart

16. Juni 2011, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Grey G2 Group Germany, Schule 
Platz der Ideen 1-3, 40476 Düsseldorf

29. September 2011, 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Kochan und Partner, Halle 27
Hirschgartenallee 27 Rgb., 80639 München

Ein bisschen gut will jeder sein, auch der Designer. Und Nachhaltigkeit ist gut – das weiß jeder. Man empfehle also dem Kunden das Papier mit dem FSC–Zertifikat und dem guten Gewissen ist Genüge getan. Mit nachhaltigem Kommunikationsdesign hat das allerdings nichts zu tun.

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Er hat die Typografie und Gestaltung der letzten 60 Jahre geprägt. Er war Vorbild für eine ganze Generation von Designern. Seine Schriften sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Am 30. März 2011 starb Kurt Weidemann im Alter von 88 Jahren im elsässischen Sélestat.

 Er war eine beeindruckende Persönlichkeit, einen, den man nicht übersehen konnte. Unüberhörbar vertrat er streitbar und engagiert seine Vorstellungen von gelungener Gestaltung und guter Schrift.

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Es gibt Jugend forscht, Jugend trainiert für Olympia und Jugend musiziert – aber nicht Jugend gestaltet. Das wollen die Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und :output ändern.

Das Oh!-Camp ist eine einzigartige Initiative in Deutschland mit dem Ziel, Talente in Kunst und Design bereits in jungen Jahren zu fördern.

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Das »Institute for Information Design Japan« bittet deutsche Kommunikationsdesigner und Illustratoren um Hilfe. Gesucht werden Visualisierungen, die der japanischen Bevölkerung Wissen um Vorgänge, Zusammenhänge und mögliche Folgen des AKW-Unglücks in Japan auf eindringliche Weise vermitteln.

Wir leiten diesen Hilferuf gerne an alle Kollegen und Kolleginnen weiter und freuen uns, wenn einige von Ihnen mit ihrer Kompetenz und Arbeitskraft den Menschen in Japan helfen können. Sachinformationen und hilfreiches Hintergrundwissen zum Thema sind zum Beispiel unter http://www.grs.de/ zu finden.

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