Beryl hatte schon eins, ebenso wie Blanche, Tom, Marine, Akira, Christophe und viele mehr. Sie alle hatten ein City Magazine Luxembourg, das ihren Namen trug. Die offizielle Publikation der Stadt Luxemburg leiht sich für ihr Cover jeden Monat den Namen und das Gesicht einer Luxemburgerin oder eines Luxemburgers. Der jeweilige Cover-Star gibt den thematischen Einstieg in ein Magazin vor, das teilweise dreisprachig einen bunten Mix an Informationen bietet, dem die fröhliche Gestaltung mit ihren prägnanten Headlines entspricht.

Am 15. Februar erhielten die Macher von Maison Moderne für City Mag den German Design Award. Es ist beileibe nicht der erste Preis, den das Verlagshaus für die Gestaltung des Heftes erhält: Red Dot Grand Prix 2010, European Design Award 2010 in Silber, D&AD Award 2012, iF Communication Award 2012, ADC Nagel 2012, Joseph Binder Award 2012 in Silber und noch einige mehr. Wir gratulieren ganz herzlich den Machern und insbesondere dem BDG-Designer Guido Kröger, Partner bei Maison Moderne und dort verantwortlich für die Abteilung Design.

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»Signaletik« von Beate Kling und Torsten Krüger, Edition Detail, 2012, ISBN 9783920034713

Neue Disziplinen brauchen immer eine Weile, bis sie als eigenständig wahrgenommen werden. Designer haben mittlerweile fast 100 Jahre Geduld darin gezeigt. Führte die Disziplin Signaletik bisher ein Leben als Binnendisziplin des Kommunikationsdesigns, tritt diese in den letzten Jahren deutlich selbstständiger in Erscheinung. Das Buch »Signaletik« von Beate Kling und Torsten Krüger bietet einen Überblick über 30 sehenswerte realisierte Projekte. Darüber hinaus zeigt es in einführenden Essays, die sich an Architekten, Kommunikationsdesigner und Planungsbüros wenden, wie Signaletik intelligent in Projekte eingebunden werden kann.

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»facts + patterns: Infografische Muster im Alltag«, Design Christian Busse, Diplomarbeit HTW Berlin, Gold in der Kategorie Design Fiction

Schöne Arbeiten zeigen wir gerne, auch wenn der eigentliche Anlass schon ein wenig zurück liegt. Das gilt um so mehr, wenn an ihnen auch noch gegenwärtige Trends im Kommunikationsdesign abzulesen sind. Am 23. November vergangenen Jahres wurde in Wien der Joseph Binder Award 2012 verliehen. designaustria ehrt alle zwei Jahre mit diesem internationalen Wettbewerb herausragende Leistungen in Grafik-Design und Illustration.

Der Trend geht zu klarem und verständlichem Informationsdesign, das einer autonomen Ästhetik folgt. Dies war das Fazit der Jury nach Durchsicht der 386 eingereichten Arbeiten. Besonders eindrücklich war dies in der Kategorie Design Fiction zu beobachten, in der Studierende ihre Projekte einreichen konnten. Und so erhielt Christian Busse aus Berlin eine goldene Trophäe in dieser Kategorie für seine Diplomarbeit, in der er Infografiken in den Alltag integriert: Ein Duschvorhang klärt über die Trinkwasserknappheit in Afrika auf, Lampenschirme gehen auf die Form der Stromerzeugung in verschiedenen Ländern ein.

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Wer Zeitschriften von hinten nach vorne liest, kommt bei GRID ebenso auf seine Kosten wie weniger rebellisch veranlagte Leser. Es ist ein Magazin, in dem man genüsslich hin und her blättern kann und immer wieder an dem einen oder anderen Artikel hängen bleibt. GRID ist durchgehend zweisprachig und nicht nur haptisch angenehm, sondern auch visuell ein guter Freund für den Sonntagnachmittag im Lesesessel. Das Basis-Layout hat der mehrfach ausgezeichnete Editorial Designer Mario Lombardo entwickelt.

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Im Rahmen der Mainzer Designgespräche wurde am 14. November 2012 der Designpreis Rheinland-Pfalz im Bereich Kommunikationsdesign vergeben. Erstmalig konnten in diesem Jahr auch Studenten ihre Arbeiten in einer eigenen Kategorie einreichen. Das war eine Entscheidung, die sich gelohnt hat. »Die Arbeiten der Studenten fielen durch ihre Kreativität und die qualitativ hervorragende Umsetzung auf«, meint BDG-Präsidiumsmitglied Dorothea Schwabe, die als Mitglied der neunköpfigen Jury aus den 153 Einreichungen die 21 preisgekrönten Arbeiten mit ausgewählt hat. »Die studentischen Arbeiten konnten sich im Wettbewerb mit professionellen Teilnehmern durchaus behaupten, da sie konsequent ihren Ideen folgten. Das hat natürlich damit zu tun, dass im Studium die volle Aufmerksamkeit dem Design gilt. Hier wurde deutlich, dass bei Auftragsarbeiten das Design durch branchenübliche Anpassungen im Entstehungsprozess an Aussagekraft verlieren kann.«

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An Design-Preisen herrscht wahrlich kein Mangel. Dabei funktionieren nahezu alle von ihnen nach dem gleichen Prinzip: Ohne Fleiß kein Preis. Das heißt in diesem Fall: Ohne Geld, kein Ruhm. Denn üblicherweise sind bei den bestehenden Exzellenz-Wettbewerben nicht unerhebliche Teilnahmegebühren zu entrichten und zuweilen ist im Falle eines Gewinnes noch zusätzlich eine »Veröffentlichungspauschale« für das Gewinnerjahrbuch im vierstelligen Bereich zu zahlen. Man muss es sich also schon leisten können, Ruhm und Ehre zu erwerben. Exzellente Gestaltung ist da leider nur der Anfang.

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Da Dreistigkeit und Ruppigkeit bei Design-Wettbewerben und Dumpingportalen eher zu- als abnehmen, empfiehlt der BDG allen Kolleginnen und Kollegen dringend, vor der Teilnahme an Wettbewerben die Wettbewerbsbedingungen genau zu studieren. Die vier wichtigsten Aspekte für potentielle Teilnehmer fassen wir hier zusammen:

1. Keine Übernahme von Haftungsrisiken!

Es ist in Mode gekommen, per Teilnahmebedingungen die komplette Haftung für etwaige Verletzungen von Rechten Dritter durch die Nutzung des Entwurfs auf die Teilnehmer abzuwälzen. Mit Blick auf die enormen Kosten für auch nur einigermaßen sichere Überprüfungen durch Juristen – etwa im Vorfeld einer Markeneintragung – oder spätere Rechtsstreitigkeiten in diesem Feld wird klar, dass hier auf dem Rücken der Teilnehmer gespart werden soll. Diese Bauernschläue verrät aber auch, wes Geistes Kind der Auslober ist. Findet sich ein solcher Passus in den Teilnahmebedingungen, gibt es nur eine dringende Empfehlung: Finger weg, auf keinen Fall teilnehmen! Hier lauert eine existenzbedrohende wirtschaftliche Gefahr!

2. Keine Abtretung von Rechten allein schon durch die Teilnahme!

Bei einigen Wettbewerben sollen die Teilnehmer schon bei der Einreichung sämtliche übertragbaren Rechte an ihren Einreichungen uneingeschränkt abtreten. Bei seriösen Wettbewerben räumen die Teilnehmer dem Auslober bestenfalls ein, die Entwürfe für die Kommunikation oder Dokumentation des Wettbewerbs nutzen zu dürfen, alles Weitere ist Verhandlungssache und muss marktgerecht vergütet werden. Falls die Wettbewerbsbedingungen also schon durch die Einreichung eine Übertragung aller Rechte vorsehen, gilt die gleiche dringende Empfehlung wie oben: Finger weg, nicht teilnehmen!

3. Respektvoller und fairer Umgang mit den Teilnehmern und deren Leistungen

Zu einem respektvollen und fairen Umgang mit den Teilnehmern gehören noch weitere Selbstverständlichkeiten: 

  • Die Entwurfsleistungen von mindestens drei Teilnehmern werden prämiert und sind mit Preisgeldern versehen. 
  • Die spätere Nutzung der eingereichten Entwürfe wird selbstverständlich noch separat honoriert, denn das Preisgeld ist eine Prämie, die das Risiko abbildet, nicht zu gewinnen. Es ist kein Honorar. 
  • Das Recht auf Namensnennung der Teilnehmer ist nicht beschnitten. Verständlicherweise ist es Designern wichtig, ihre Entwürfe mit ihrem Namen in Verbindung bringen zu dürfen. 

Sind auch diese Grundregeln von den Wettbewerbsauslobern beachtet, sollte noch ein Blick auf die Juryzusammensetzung erfolgen. 

4. Die Jury ist bekannt und mindestens zur Hälfte mit Designern besetzt

Die Teilnehmer müssen schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung wissen, wer ihre Arbeiten bewertet, das gebieten Transparenz und Fairness. So sitzen bei einem Fachwettbewerb natürlich Fachleute in der Jury. Auch wenn die Entscheider des Auslobers in der Regel Teil der Jury sein wollen, sollte diese bei Design-Wettbewerben mindestens zur Hälfte mit Designern besetzt sein. Auf jeden Fall sollte ein Designer den Vorsitz innehaben.

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