Wer Zeitschriften von hinten nach vorne liest, kommt bei GRID ebenso auf seine Kosten wie weniger rebellisch veranlagte Leser. Es ist ein Magazin, in dem man genüsslich hin und her blättern kann und immer wieder an dem einen oder anderen Artikel hängen bleibt. GRID ist durchgehend zweisprachig und nicht nur haptisch angenehm, sondern auch visuell ein guter Freund für den Sonntagnachmittag im Lesesessel. Das Basis-Layout hat der mehrfach ausgezeichnete Editorial Designer Mario Lombardo entwickelt.

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Im Rahmen der Mainzer Designgespräche wurde am 14. November 2012 der Designpreis Rheinland-Pfalz im Bereich Kommunikationsdesign vergeben. Erstmalig konnten in diesem Jahr auch Studenten ihre Arbeiten in einer eigenen Kategorie einreichen. Das war eine Entscheidung, die sich gelohnt hat. »Die Arbeiten der Studenten fielen durch ihre Kreativität und die qualitativ hervorragende Umsetzung auf«, meint BDG-Präsidiumsmitglied Dorothea Schwabe, die als Mitglied der neunköpfigen Jury aus den 153 Einreichungen die 21 preisgekrönten Arbeiten mit ausgewählt hat. »Die studentischen Arbeiten konnten sich im Wettbewerb mit professionellen Teilnehmern durchaus behaupten, da sie konsequent ihren Ideen folgten. Das hat natürlich damit zu tun, dass im Studium die volle Aufmerksamkeit dem Design gilt. Hier wurde deutlich, dass bei Auftragsarbeiten das Design durch branchenübliche Anpassungen im Entstehungsprozess an Aussagekraft verlieren kann.«

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An Design-Preisen herrscht wahrlich kein Mangel. Dabei funktionieren nahezu alle von ihnen nach dem gleichen Prinzip: Ohne Fleiß kein Preis. Das heißt in diesem Fall: Ohne Geld, kein Ruhm. Denn üblicherweise sind bei den bestehenden Exzellenz-Wettbewerben nicht unerhebliche Teilnahmegebühren zu entrichten und zuweilen ist im Falle eines Gewinnes noch zusätzlich eine »Veröffentlichungspauschale« für das Gewinnerjahrbuch im vierstelligen Bereich zu zahlen. Man muss es sich also schon leisten können, Ruhm und Ehre zu erwerben. Exzellente Gestaltung ist da leider nur der Anfang.

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Da Dreistigkeit und Ruppigkeit bei Design-Wettbewerben und Dumpingportalen eher zu- als abnehmen, empfiehlt der BDG allen Kolleginnen und Kollegen dringend, vor der Teilnahme an Wettbewerben die Wettbewerbsbedingungen genau zu studieren. Die vier wichtigsten Aspekte für potentielle Teilnehmer fassen wir hier zusammen:

1. Keine Übernahme von Haftungsrisiken!

Es ist in Mode gekommen, per Teilnahmebedingungen die komplette Haftung für etwaige Verletzungen von Rechten Dritter durch die Nutzung des Entwurfs auf die Teilnehmer abzuwälzen. Mit Blick auf die enormen Kosten für auch nur einigermaßen sichere Überprüfungen durch Juristen – etwa im Vorfeld einer Markeneintragung – oder spätere Rechtsstreitigkeiten in diesem Feld wird klar, dass hier auf dem Rücken der Teilnehmer gespart werden soll. Diese Bauernschläue verrät aber auch, wes Geistes Kind der Auslober ist. Findet sich ein solcher Passus in den Teilnahmebedingungen, gibt es nur eine dringende Empfehlung: Finger weg, auf keinen Fall teilnehmen! Hier lauert eine existenzbedrohende wirtschaftliche Gefahr!

2. Keine Abtretung von Rechten allein schon durch die Teilnahme!

Bei einigen Wettbewerben sollen die Teilnehmer schon bei der Einreichung sämtliche übertragbaren Rechte an ihren Einreichungen uneingeschränkt abtreten. Bei seriösen Wettbewerben räumen die Teilnehmer dem Auslober bestenfalls ein, die Entwürfe für die Kommunikation oder Dokumentation des Wettbewerbs nutzen zu dürfen, alles Weitere ist Verhandlungssache und muss marktgerecht vergütet werden. Falls die Wettbewerbsbedingungen also schon durch die Einreichung eine Übertragung aller Rechte vorsehen, gilt die gleiche dringende Empfehlung wie oben: Finger weg, nicht teilnehmen!

3. Respektvoller und fairer Umgang mit den Teilnehmern und deren Leistungen

Zu einem respektvollen und fairen Umgang mit den Teilnehmern gehören noch weitere Selbstverständlichkeiten: 

  • Die Entwurfsleistungen von mindestens drei Teilnehmern werden prämiert und sind mit Preisgeldern versehen. 
  • Die spätere Nutzung der eingereichten Entwürfe wird selbstverständlich noch separat honoriert, denn das Preisgeld ist eine Prämie, die das Risiko abbildet, nicht zu gewinnen. Es ist kein Honorar. 
  • Das Recht auf Namensnennung der Teilnehmer ist nicht beschnitten. Verständlicherweise ist es Designern wichtig, ihre Entwürfe mit ihrem Namen in Verbindung bringen zu dürfen. 

Sind auch diese Grundregeln von den Wettbewerbsauslobern beachtet, sollte noch ein Blick auf die Juryzusammensetzung erfolgen. 

4. Die Jury ist bekannt und mindestens zur Hälfte mit Designern besetzt

Die Teilnehmer müssen schon zum Zeitpunkt der Ausschreibung wissen, wer ihre Arbeiten bewertet, das gebieten Transparenz und Fairness. So sitzen bei einem Fachwettbewerb natürlich Fachleute in der Jury. Auch wenn die Entscheider des Auslobers in der Regel Teil der Jury sein wollen, sollte diese bei Design-Wettbewerben mindestens zur Hälfte mit Designern besetzt sein. Auf jeden Fall sollte ein Designer den Vorsitz innehaben.

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Das ist einmal eine schöne Bescherung: Passend zur anrückenden Weihnachtszeit ruft die Berliner Druckerei Oktoberdruck Designer zur Teilnahme an einem kleinen aber feinen Wettbewerb auf. Unter dem Motto OCCUPY WEIHNACHTEN lädt Oktoberdruck Designer und Agenturen ein, ihr Geschenkpapier selbst zu gestalten. Die sechs besten Einsendungen erhalten 50 DIN A2-Bögen ihres Geschenkpapiers, das bei der Berliner Druckerei umweltschonend mit Biofarben auf Recyclingpapier gedruckt wird.

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Der neue Vorstand des DT (v.l.n.r.): Vizepräsident Jens R. Nielsen, Präsident Henning Krause, Vizepräsidentin Susanne Lengyel

Herzlichen Glückwunsch Henning Krause, vielen Dank Kai Ehlert. Der Deutsche Designertag hat Henning Krause einstimmig zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Der 46-jährige Kommunikationsdesigner löst damit Kai Ehlert an der Spitze des Dachverbandes der Designer ab. Kai Ehlert hatte nach achtzehn Jahren als Präsident des Spitzenverbandes sein Ehrenamt aufgegeben. Zur Vizepräsidentin wurde die Industriedesignerin Susanne Lengyel, zum Vizepräsidenten der Zeichner und Publizist Jens R. Nielsen gewählt.

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Prekariat oder Porschefahrer? Beides sind gängige Klischees über Kommunikationsdesigner. Glanz und Elend liegen dicht beieinander. Das Problem ist: Seriöse Zahlen, die ein realistisches Bild von den Lebensumständen der Kommunikationsdesigner zeichnen, gibt es kaum. Änderungen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene sind aber nur auf der Basis seriöser Zahlen zu erzielen.

Der BDG Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner will es erneut wissen. Nach dem großen Gehaltsreport 2010 startet der Verband eine neue Umfrage. Dieses Mal sind nicht nur die angestellten Kollegen und Kolleginnen gefragt. Dieses Mal wollen wir auch von den selbständigen Kommunikationsdesignern und -designerinnen wissen, wie sie arbeiten und wie sie leben.  Wie viel Geld bekommen sie und wie kommen sie damit zurecht? Reicht es für eine Familienplanung? Werden Überstunden angerechnet? Stehen Gehalt und Einkommen in einem angemessenen Verhältnis zur geleisteten Arbeit?

Teilnehmen können alle angestellten oder selbstständigen Designer und Designerinnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Beantwortung der Multiple-Choice-Fragen beansprucht rund 10 Minuten. Die Teilnahme ist anonym und die erhobenen Daten werden nicht an Dritte weiter gegeben. Die Umfragesoftware speichert lediglich temporär die IP-Adressen der Teilnehmer, um Doppelantworten zu verhindern.

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden wir Anfang 2013 präsentieren. Die mit dieser Umfrage gewonnenen Zahlen leisten einen wichtigen Baustein zur Diskussion über die Situation der Kreativwirtschaft und helfen uns dabei, die Interessen der Kommunikationsdesigner besser gegenüber der Politik zu vertreten.

Die Umfrage ist vom 8. Oktober bis 16. November* 30. November 2012 online. Wir hoffen auf rege Teilnahme und sind gespannt auf die Ergebnisse.

Hier geht’s zur Umfrage: www.bdg-report.de

* Nachtrag vom 28. Oktober 2012:
Wir freuen uns, dass designaustria, Interessenvertretung und Wissenszentrum für Design in Österreich, diesen Report ebenfalls unterstützt. Um den österreichischen Kolleginnen und Kollegen genügend Zeit zur Teilnahme bieten zu können, halten wir die Online-Umfrage zwei Wochen länger, also bis zum 30.11.2012, offen.

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